Jodi Picoult: Die Wahrheit meines Vaters


Mein erstes Buch von Jodi Picoult und es ist einer dieser herrlichen, leichtfüßigen, zeitgenössischen Romane, die ans Herz gehen.

Erzählt wird die Geschichte von Delia, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater wohlbehütet aufwächst. Sie ist 32, als die Polizeit vor der Tür steht um ihren Vater zu verhaften und sie erfährt, dass ihr Vater sie als Kleinkind von der Mutter entriss und seitdem mit falschem Namen mit ihr lebte.

Das Buch besteht aus 9 Abschnitten und jeder Abschnitt wird in je 4 Kapiteln jeweils aus der Sicht von Delia, ihrem Vater, ihrem Mann, ihrem besten Freund erzählt.


Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut. In den einzelen Kapiteln erzählt mir der jeweilige Protagonist seine Gefühle, mitunter seine Geheimnisse und damit auch viel aufgestaute Gefühle von denen die anderen noch nichts ahnen.

Delia hat eine kleine Tochter, will heiraten und blickt auf eine Kindheit zurück, die nach ihrem Empfinden glücklich war und genau so, wie man sich wünscht, dass eine Kindheit verläuft. Und nun muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihr Vater der Kindesentführung angeklagt wird und ihr die Mutter vorenthalten hat. Aber in ihrer Liebe zum Vater weiss sie auch, dass er dies nicht mal eben so macht und setzt sich mit den Gründen auseinander.

Mir hat das Buch gefallen!
Aber bitte nicht vergessen: es ist eher ein Schmöker, aber ein wunderbarer, der mir viele Denkanstösse gab.