Christine Zuppinger: Schwalbennester

2 Bäuerinnern erzählen.

Dieses Buch zu lesen, ist meditativ.
Kapitel, deren Länge zwischen 2 Sätzen und 2 Seiten variiert. Man benötigt keine Stunde.

In diesenKapiteln gibt die Autorin die Erzählungen der 2 Bäuerinnen wieder zu Themen, wie: Brot backen, Musikfeste, Kirchenchor, Schule, der französische Kriegsgefangene, Wasserrechte, Salzhandel, Baden im eiskalten Brunnen, Haare abschneiden, Hühner füttern, verheiratet sein, die Religion...

Ich lese und sehe meine Großmutter bzw. deren Schwestern vor mir auf ihren Bauernhöfen.


Frauen, die wir so oft als rückständig betiteln und die schlimme Zeiten (2 Weltkriege) durchlebten. Aber wenn ich dieses Buch lese, dann wird mir deutlich, wie arrogant und einseitig all diese Bezeichnungen sind. Sensible Frauen, die ihren Arbeitsalltag nach praktischen Gesichtspunkten meistern, dabei dem Lachen in ihrem Leben einen Platz geben und ob Alice Schwarzer sie als emanzipiert bezeichnet weiss ich nicht, aber ich tue es.

Wunderschön. Sanft. Kopfkino.