Still, heimlich und nicht geplant, bringt eine kleine, zarte, ruhige Frau ihren Mann um bevor sie zur Nachtschicht ans Fliessband geht, wo sie mit 3 anderen Frauen eine Solidargemeinschaft bildet.Irgendwie muss ihr Mann entsorgt werden und natürlich helfen alle Freundinnen. Jede hat dafür eine andere Motivation.
Das Buch fängt eher als kleine Sozialstudie an, entwickelt sich zu "Oh ... hoppla ... ich hab ihn ausversehen umgebracht". Als ich aber sah, dass noch der Großteil des Buches vor mir lag wurde mir klar, dass hier noch etwas kommen muss und das Buch noch einige ungeahnte Wendungen nehmen wird.
Und dann kam den 4 Frauen eine so abstruse und doch folgerichtige Idee, dass ich lachen musste. Mord und wie dieser die Frauen in ihrem sozialen Umfeld verändert, ist ein Großteil des Krimis und sehr interessant immer wieder aus anderen Perspektiven beschrieben.
Diese wechselnden Perspektiven zwischen den Frauen, die kleinen Nebengeschichten machen mir sehr viel Spaß.
Die Geschichte bzw. der Krimi hat alles: Sanftheit, Brutalität, sehr viel Witz, Mitleid, Kopfschütteln und ich als Westler lerne auch noch was über Japan und Migration in Japan, ABER dann kommt das Ende und die letzten ca. 10 Seiten gehen überhaupt nicht.
Ich hab nichts gegen Sex. Ich habe nichts gegen perversen Sex in Krimis und ja, ich glaube auch, dass Serienmorde meistens eine sexuelle Komponente haben. Aber das hätte anders aufgebaut werden müssen. So stellt es leider ein hilfloses Ende dar, welches mir unterschwellig vermittelt, dass die Autorin Angst hatte, dass ihr Buch vielleicht nicht genügend Höhepunkte bietet. Und so haut sie auf den letzten Seiten noch mal einen raus. War aber nicht nötig! Und ist auch wenig verständlich für mich.
Jetzt möchte ich noch ein Buch lesen und hoffe, dass sie nicht immer die letzten 10 Seiten verhaut :-) Wenn doch, dann lese ich trotzdem ihre Bücher und reisse einfach die letzten 10 Seiten immer raus.
