Ein Krimi bei dem man als Twitterer im Dauerstress ist angesichts der knappen und spitz formulierten Gedanken des Autors, die man am Liebsten direkt alle der Welt mitteilen möchte.In der Amazon Beschreibung steht, dass der Autor es schafft Welten entstehen zu lassen und tatsächlich lege ich den Krimi aus der Hand und sehe den Pariser Vorort Belleville vor mir. Ich bin mir fast sicher, wenn ich mal im Real Life dort lande ohne es zu wissen, werde ich es direkt erkennen: die Menschen, die Straßen und die Gerüche und bestimmt läuft irgendeiner aus der großen Malaussene-Familie mir dann über den Weg!
Einerseits ist man vollkommen in der Realität drin, die der Autor dort geschaffen hat und andererseits entführt er einen in so viele bekloppte kleine Details und zu Menschen, wie sie eben in Vorstädten stranden, dass man fast meint doch in einem modernen Märchen zu sein.
Die Menschen und ihre Geschichten verweben sich irgendwann dermaßen, dass einem auch das skurile Polizeipäärchen (junger, reicher, knallharter Polizeianwärter, Waise - vietnamesischer älterer Beamter der sich seinen Körper mit der vietnamesischen Witwe Ho teilt) vollkommen richtig erscheint, da wo es ist und so wie es ist.
Ab und an musste ich aufpassen wer jetzt wer war, da so viele Personen in dem kurzen Buch auftauchen. Aber die dichte und pointierte Erzählweise hat mich gefesselt! Zudem mag ich skurile Geschichten.
